Baby Allergien vorbeugenLeider steigt die Anzahl derer, die eine Allergie haben, immer mehr und mehr an. Schon viele Babys leiden unter Allergien, daher sind Eltern oft übervorsichtig und wollen verständlicherweise versuchen, dies ihrem Baby zu ersparen.

Besonders gefährdet ist das Baby dann, wenn bereits ein Elternteil unter einer Allergie leidet, noch mehr gefährdet ist es, wenn beide Eltern eine Allergie haben. Vorbeugen ist auf jeden Fall sinnvoll.

 

Stillen

Stillen ist ein sehr wichtiger Punkt, was die Allergievorbeugung anbetrifft. Wenn irgend möglich, sollten Babys 4-6 Monate lang voll gestillt werden, dies scheint eine der besten und wichtigsten Vorbeugungsmaßnahmen darzustellen. Denn die Muttermilch ist ganz perfekt auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt, es erhält keine Allergene und stärkt sogar ganz nebenbei Babys Immunsystem.

 

Haustiere und Hygiene

Bei dem Thema scheiden sich leider die Expertenmeinungen. Während die einen sagen, bei allergiegefährdeten Kindern ganz auf Haustiere (mit Haaren) zu verzichten, beharren die anderen auf Studien, die besagen, dass Kinder auf Bauernhöfen deutlich weniger unter Allergien leiden, als andere.

Dies würde wiederum dafür sprechen, den Kontakt mit Tieren nicht zu unterbinden, im Gegenteil. Manche Ärzte meinen, dass bei einer bestehenden Asthma-Erkrankung der Eltern, tatsächlich auf Tiere verzichtet werden sollte. Weiterhin ist bei der Wohnungseinrichtung darauf zu achten, dass diese möglichst schadstofffrei ist.

Chemische Substanzen, die ausdünsten, beispielsweise in der Wandfarbe oder im neuen Bettchen, können ebenfalls Allergien auslösen.

Ganz wichtig jedoch ist es, die Thematik mit der Hygiene keinesfalls zu übertreiben. Wenn immer alles mit keimfreien Mitteln behandelt wird, kann das Baby sein Immunsystem nämlich nicht stärken. Hier gilt also eher das Motto „ein bisschen Dreck kann nicht schaden“. Der goldene Mittelweg ist hier vermutlich die beste Lösung.

 

Kleidung

Auch bei Kleidung kann man viel tun, um eventuelle Allergien erst gar nicht entstehen zu lassen. Beispielsweise sollten neue Kleidungsstücke grundsätzlich vor dem Tragen immer erst mehrfach gewaschen werden, um alle eventuell darin enthaltenen Schadstoffe zu entfernen. Denn auch dagegen könnte das Baby (aber natürlich auch ein Erwachsener) allergisch reagieren.

Wer ganz sichergehen will, kauft dem Baby lieber Kleidung aus Biobaumwolle, möglichst unbehandelt und am besten auch ohne Farbe. Je weniger chemisch die Stoffe behandelt wurden, desto besser werden sie vom Kind vertragen. Ideale Stoffe für Kinder, die ohnehin Hauptproblem haben, sind Baumwolle, Hanf, Leinen oder Seide.

Alles hingegen, was Kunstfasern enthält, könnt ebenfalls zu Hautirritationen führen. Schon der Gummibund im Söckchen führt bei empfindlichen Kindern mitunter zu Problemen. Leider ist konventionell hergestellte Baumwolle oft mit Pestiziden behandelt und dann mit formaldehydhaltigen Farben gefärbt.

Aus dem Grund ist gerade bei empfindlichen Kindern ein besonderes Augenmerk auf die Wäsche zu legen. Bio-Wäsche, die komplett auf den Einsatz von chemischen Mitteln verzichtet, wird hingegen immer gut vertragen.

 

Passivrauchen

Auch Rauchen ist ein Faktor, der für das Baby ohnehin ernst zu nehmende Gefahr darstellt. Und zwar aus allen möglichen anderen Gründen genauso, wie aus Gründen der Allergiegefährdung. Passivrauchen ist für das Baby definitiv schädlich, daran gibt es nichts zu rütteln. Und auch die Gefahr, Allergien zu entwickeln wird dadurch deutlich erhöht. Also: Zeit, um endlich damit aufzuhören!

 

Muss man auch bei nicht gefährdeten Kindern aufpassen?

Ja, auf jeden Fall! Zwar sollten diese Babys nicht zur Vorbeugung – falls nicht gestillt werden kann – HA Milch gefüttert bekommen. Alle anderen Tipps jedoch sind bei nicht gefährdeten Kindern genauso sinnvoll und wichtig, wie bei anderen.

Gesunde Wäsche und eine gesunde Wohnumgebung können schließlich nie schaden! Einen hundertprozentigen Schutz gegen Allergien gibt es übrigens leider nicht – auch wenn man noch so vorsichtig ist.

 

Und was kann man getrost als Vorbeugung vergessen?

Beispielsweise dem Baby Stutenmilch zu füttern, es noch länger als ein halbes Jahr voll zu stillen oder dem Baby im zweiten Lebenshalbjahr etwaige allergene Lebensmittel vorzuenthalten. Ab einem halben Jahr darf Baby fast alles essen, was Erwachsene auch zu sich nehmen.