Schutz vor AllergienIn der heutigen Zeit sind Allergien ein durchaus ernst zu nehmendes Thema. Allergien gegen Nahrungsmittel, Stoffe, Bäume, Gräser, Pollen, Tiere, Hausstaub… gegen fast alles kann der Mensch allergisch sein und nicht immer ist man sich sicher, woher solche allergischen Reaktionen eigentlich genau kommen.

Auch leiden immer mehr Kleinkinder unter Neurodermitis, ebenfalls eine allergische Reaktion. Umso wichtiger, beim Baby alles Mögliche dafür zu tun, um solchen Allergien vorzubeugen. Die erste und beste Möglichkeit, die hier natürlich nahe liegt, ist das volle Stillen und zwar am allerbesten während der ersten 6 Monate, so, wie es auch offiziell empfohlen wird.

 

Allergiegefährdete Babys

Vor allem Babys, die schon von vornherein allergiegefährdet sind -und das sind all diejenigen, deren Mutter oder Vater ebenfalls unter Allergien, Asthma oder Neurodermitisleiden – sollte möglichst mindestens ein halbes Jahr lang ausschließlich die Brust gegeben werden. Immerhin steigt bei Babys die Wahrscheinlichkeit, Allergien zu entwickeln, wenn beide Eltern darunter leiden, auf 80% an.

Stillen ist hier ideal – das liegt schon alleine daran, dass die Muttermilch den speziellen Bedürfnissen des Säuglings optimal angepasst ist, zudem ist sie das einzige Nahrungsmittel, welches ein körpereigenes Eiweiß entwickelt, gegen welches das Baby keine Allergie entwickeln kann. Dennoch können auch über die Muttermilch diverse Allergene zum Baby gelangen. Diese jedoch sind für das Baby wichtig und helfen dabei, das Immunsystem zu unterstützen und zu stabilisieren.

 

Weitere Möglichkeiten zur Allergie-Prävention

Wenn das erste Halbjahr vorbei ist, sollte gerade bei allergiegefährdeten Kinder keine Kuhmilch gegeben werden und das möglichst ein ganzes Jahr lang. Entweder die Mutter stillt auch über das halbe Jahr hinaus noch ein- oder mehrmals am Tag neben dem Zufüttern oder es sollte anstelle von Kuh- oder Muttermilch dann auf HA-Milch zurückgegriffen werden.

Selbiges gilt auch für die Milchbreie, die Baby ja irgendwann abends gefüttert bekommt. Diese sollten keinesfalls mit Kuhmilch angerührt werden, sondern immer besser mit spezieller, antiallergener Milch. Selbiges gilt übrigens auch für Ziegen-, Schaf- und Stutenmilch und auch Sojamilch sollte besser nicht im ersten Lebensjahr verabreicht werden.

Erst nach dem ersten Lebensjahr darf Baby so nach und nach immer mehr am Tisch mitessen und immer wieder neue Lebensmittel kennen lernen.

 

Empfehlungen unabhängig der Nahrung

Grundsätzlich sollte bei allergiegefährdeten Kindern immer auf eine möglichst allergenarme Umgebung geachtet werden. Dennoch wird wiederum vor absolut keimfreier Umgebung gewarnt – ein bisschen Dreck kann nämlich auch nicht schaden. Mit der Hygienemuss man es also keinesfalls übertreiben, denn das wäre hier kontraproduktiv.

Keimabtötende Reinigungsmittel sind in Haushalten mit Kindern unnütz und tabu. Sollten die Eltern jedoch unter Asthma leiden, wird sogar empfohlen, auf das Halten von haarigen Haustieren zu verzichten. Allerdings sind sich Experten beim Thema Haustiere noch uneinig – Studien ergaben nämlich, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, ein niedrigeres Allergierisiko haben als andere.

Weiterhin ist es immer sinnvoll, grundsätzlich auf Produkte mit Zusatzstoffen oder Konservierungsmitteln zu verzichten, das gilt beispielsweise für Cremes und Öle aber auch Kleidung, die grell bunt bedruckt ist und möglicherweise Schadstoffe enthält.

Tabakrauch – ebenfalls ein Allergieauslöser

Wichtig ist auch zu wissen, dass Tabakrauch bereits in der Schwangerschaft eine Anfälligkeit für Allergien des Kindes deutlich erhöhen kann.

Schluss also mit dem Rauchen!
Wenn ein Baby unterwegs ist, ist es dafür ohnehin allerhöchstens Zeit.