BrustpflegeViele Frauen sind sich unsicher: Braucht die Brust eigentlich während der Stillzeit eine besondere Pflege oder mehr Aufmerksamkeit?

Was ist zu beachten, was zu unterlassen? Soll gecremt oder geölt werden oder eher nicht?

Grundsätzlich braucht die Brust weder in der Schwangerschaft noch in der Stillzeit eine ganz besonders aufwendige Pflege.

Immerhin ist Stillen das Natürlichste der Welt, daher hat es die Natur schon so eingerichtet, dass es auch „ohne“ klappt. Ein paar Dinge die sollten Stillende beachten.

Der richtige BH

Er hat zwar nicht direkt etwas mit Pflege zu tun, sorgt aber auf jeden Fall dafür, dass die Burst auch während dieser anstrengenden Zeit in Form bleibt: der Still-BH. Und in den allermeisten Fällen geht es auch tatsächlich nicht ganz ohne. Vor allem, wenn die Stillende eine eher etwas größere Oberweite hat, ist es umso wichtiger, auf einen guten BH mit optimaler Stützfunktion zu achten.

Bequem sollte er natürlich ebenfalls sein – einschnüren darf er wegen eines eventuellen Milchstaus nämlich nicht. Hier wäre der Verzicht auf einen guten BH sparen am falschen Ende. Außerdem trägt ein BH, der weich, stützend, aber dennoch bequem ist, zu einem deutlich bessern Wohlgefühl bei als wenn er einengt und es überall zwickt und kneift.

Für die Nacht sind oftmals bequeme Still-Bustiers oder Stillhemden die bessere Wahl. Nachts ist der Stützeffekt nebensächlich, hier geht es vielmehr vorrangig darum, dass der BH superbequem ist und beim Schlafen nicht stört.

Was darf auf die Brustwarze?

Nicht viel: möglichst keine Seife, denn die trocknet aus, ideal ist dann und wann ein kurzes Sonnenbad, viel frische Luft und – fast schon ein Allroundmittel – Muttermilch. Nach dem Stillen austretende Milch sollte auf der Brustwarze verrieben werden und dort trocken, denn dies tut der strapazierten Haut gut.

Die Brustwarzen werden während der Stillzeit am meisten in Mitleidenschaft gezogen, dennoch ist ein vorheriges Abhärten genauso wie eine übermäßige Pflege nicht zu empfehlen. Im Falle wunder Brustwarzen gibt die Hebamme oder Stillberaterin Rat, denn für diesen Fall gibt es einige wenige, gute Cremes, die direkt auf die Brustwarze gegeben werden können.

Die tägliche Pflege der Brust

Manche Hebammen empfehlen, die Brustwarzen etwa so zu behandeln wie die Kniekehlen – nur ohne Seife. Das heißt im Klartext: waschen nur mit klarem Wasser und danach vorsichtig trocken tupfen – mehr nicht!

Für die gesamt Brust gilt ganz Ähnliches. Man vermutet allerdings, dass tägliche Wechselduschen dabei helfen können, unliebsame Dehnungsstreifen an der Brust zu verhindern. Selbiges gilt für die Verwendung von Ölen oder Cremes, die zwar auf die gesamte Brust gegeben werden dürfen, nicht aber auf die Brustwarze. Denn die nimmt ja kurze Zeit später das Baby wieder in den Mund.

Falls irgendwo Verhärtungen zu spüren sind, könnte ein leichtes Ausstreichen der Brust Erleichterung verschaffen. Im Falle einer Brustentzündung ist grundsätzlich die Hebamme oder der Frauenarzt zu befragen. Manchmal helfen hier Wickel mit Quark oder andere Umschläge.