Baby will immer an die BrustStillen ist eine wunderbare Sache, denn wenn es erst mal klappt und anfängliche Startschwierigkeiten überwunden sind, gibt es nichts Praktischeres, als das Baby nach Bedarf einfach an die Brust anzulegen – und zwar dann, wenn es Hunger hat.

Es ist darüber hinaus gesund und erspart das ständige Fläschchen Zubereiten und Auskochen.

Aber manchmal gibt es natürlich auch beim Stillen Zeiten, die für die Mutter ganz schön Nerv aufreibend sein können. Beispielsweise, wenn das Baby immer und immer wieder an die Brust will.

Kaum ist die Stillmahlzeit vorbei, fängt es nach kurzer Zeit schon wieder an zu quengeln und nach der Brustwarze zu suchen; wenn man es dann probehalber an die Brust legt, fängt es auch sofort wieder an, zu nuckeln. Was nun?

 

Babys sind nun mal Säuglinge

Vergessen werden sollte dabei nie, dass Babys nun einmal von Natur aus gerne saugen. Daher kommt schließlich auch der Name Säugling. Das Saugbedürfnis ist bei manchen Babys zudem ausgesprochen stark ausgeprägt.

Manche würden am liebsten die ganze Zeit an der Brust hängen und nuckeln, denn das dient schließlich nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch der
Beruhigung.

 

Wie kann man Hunger und Nuckelbedürfnis auseinander halten?

Das merkt die Mutter daran, ob das Baby auch wirklich, wenn es angelegt wird, gut trinkt oder ob es vielmehr nur ganz leicht nuckelt, ohne dass dabei allzu viel Milch herauskommt aus der Brust.

Wenn aber das Baby gerade mal wieder einen Wachstumsschub hat, ist es völlig normal, dass es auch mal eine Zeitlang alle eineinhalb Stunden Hunger hat und wirklich viel trinkt. Andererseits empfehlen viele Hebammen, nicht zu unterscheiden, ob das Baby sich nun nach Nähe sehnt oder einfach Hunger
hat – wenn es das Bedürfnis hat zu nuckeln, sollte man es zulassen.

 

Soll man dem Nuckelbedürfnis immer nachgeben?

Stillen nach Bedarf ist angesagt und zwar nicht nur das Stillen des Hungers, sondern auch das Stillen von anderen Bedürfnissen, wie eben dem nach Nähe. So kann es wirklich sein, dass das Baby weint und quengelt, auch wenn es eigentlich satt ist, aber eben gerne nur zur Beruhigung an die Brust will. Wenn es allerdings der Mutter irgendwann einfach zu viel wird, weil das Baby wirklich quasi nur noch an der Brust hängt, #muss nach Alternativen gesucht werden.

Manche Mutter greift in der Situation vorschnell zu einem Schnuller. Ein Schnuller wird zwar das Nuckelbedürfnis stillen, kann aber eine Saugverwirrung mit sich bringen und später die Stellung der Zähne negativ beeinflussen. Lieber also mit dem Schnuller noch etwas warten und vielleicht stattdessen den Finger zum Nuckeln anbieten. Manchmal hilft bei größeren Babys auch einfach nur Ablenkung.

Beispielsweise könnte es hilfreich sein, das Baby ein paar Stunden in der Obhut des Vaters (oder der Großeltern) zu lassen – wenn es nämlich die Brust der Mama riecht, dann will es auch nuckeln. Kümmert sich hingegen der Papa ums Baby, vermisst es die Brust vielleicht gar nicht mehr wirklich. Wenn gar nichts mehr hilft, sollte die Hebamme oder die Stillberaterin zu Rate gezogen werden. Übrigens sind solche Phasen, in denen Baby quasi rund um die Uhr an die Brust will, glücklicherweise vorübergehend.